Ratgeber · Hundefutter

Wie füttere ich meinen Hund

Die Ernährung des Hundes ist ein sehr umfangreiches Thema, daher gestaltet sich dieser Ratgeber auch ein wenig länger und detailierter.

So wie wir Menschen von guter Ernährung profitieren, ist auch für unseren Hund die Qualität des Futters entscheidend für ein langes, gesundes Leben.

Egal was man dem Hund zu essen gibt, wichtig ist grundlegendes:

Schmeckt es dem Hund. Isst er sein Futter gern, oder wie vertägt er das Futter. Gibt es Auffälligkeiten wie Juckreiz, Hautproblem, Durchfall. Daher ist es wichtig, den Hund regelmäßig beim Fressen zu beobachten. Zeigt er Appetit oder wirkt er eher zögerlich beim Futter? Auch auf mögliche Allergien und Unverträglichkeiten sollte geachtet werden –  auf z.B. Juckreiz, Hautprobleme. Ebenso gibt der Stuhlgang wertvolle Informationen: Konsistenz und Häufigkeit zeigen, wie gut das Futter vertragen wird. Bei anhaltenden Auffälligkeiten sollte eine Futterumstellung erfolgen. Wenn sich solche Symptome nicht rasch bessern muss eine Rücksprache mit dem Tierarzt erfolgen.

Was gibt es zur Auswahl?

Grob unterteil gibt es Dosenfutter, Trockenfutter, selbst Gekochtes und Barfen.

Dosenfutter zählt zu den beliebtesten Fütterungsarten, da es schnell und unkompliziert in der Handhabung ist. Der hohe Wassergehalt unterstützt zudem die Flüssigkeitsaufnahme, und die meisten Hunde nehmen es aufgrund seines intensiven Geschmacks gerne an.

Trockenfutter punktet vor allem durch seine Praktikabilität: Es lässt sich einfach lagern und dosieren, ist deutlich länger haltbar und daher ideal für unterwegs. Ein weiterer Vorteil ist der Kauvorgang, der sich positiv auf die Zahngesundheit auswirken kann.

Selbst Gekochtes hat den Vorteil, dass man weiss was drin ist. Der Aufwand ist natürlich grösser, jedoch man kann grössere Mengen vorbereiten und einfrieren, somit reduziert sich der Aufwand erheblich. Wichtig dabei: Rezepte sollten stets mit einem Tierarzt oder Ernährungsberater abgestimmt werden, um eine ausgewogene Nährstoffversorgung sicherzustellen.

Beim Barfen, also der biologisch artgerechten Rohfütterung, weiss man auch was der Hund bekommt. Allerdings ist der Aufwand hierfür deutlich höher, da Planung, Einkauf und Zubereitung mehr Zeit in Anspruch nehmen. Zudem ist fundiertes Fachwissen notwendig, um Nährstoffmängel zu vermeiden. Ich muss gestehen, ich habe damit noch keine Erfahrungen gemacht.

Bei Dosen- und Trockenfutter stellt sich natürlich immer die Frage nach Qualität und Preis

Ein hoher Preis bedeutet nicht automatisch, dass ein Futter auch gesünder ist – entscheidend ist vielmehr die tatsächliche Zusammensetzung. Beim Kauf lohnt sich ein Blick auf Fleischanteil, Zusatzstoffe und Getreideanteil. Auch günstigeres Futter vom Diskounter kann durchaus solide Qualität bieten, sofern man das Etikett genau prüft. Die gesetzliche Deklarationspflicht ist dabei hilfreich, denn die Inhaltsstoffliste gibt zuverlässig Aufschluss über die tatsächliche Qualität eines Produkts.

Individuelle Faktoren wie Rasse, Größe und Aktivität des Hundes spielen ebenso eine Rolle

Die passende Ernährung hängt auch vom individuellen Hund ab. Große Rassen benötigen häufig speziell angepasstes Futter, das Gelenke und Wachstum unterstützt, während kleine Rassen aufgrund ihres schnelleren Stoffwechsels andere Energiebedürfnisse haben. Auch der Aktivitätsgrad spielt eine wichtige Rolle: Sportliche, bewegungsfreudige Hunde benötigen mehr Energie als ruhige Couchhunde.

Welpe, Junghund, erwachsener und alter Hund

Natürlich gibtes auch hier Unterschiede in der Ernähung. Welpen haben einen besonders hohen Nährstoff- und Energiebedarf, da sich ihr Körper im Wachstum befindet – spezielles Welpenfutter ist hier sinnvoll. Im Junghundalter erfolgt der Übergang zum Futter für erwachsene Hunde, wobei der Knochen- und Muskelaufbau weiterhin unterstützt werden sollte. Erwachsene Hunde benötigen eine ausgewogene Erhaltungsration, die sich am individuellen Aktivitätslevel orientiert. Bei Senioren reduziert sich der Energiebedarf häufig, weshalb gelenkschonende und leicht verdauliche Kost empfehlenswert ist.

Wie oft wird mein Hund am Tag gefüttert

Auch hier sind einige Aspekte bezüglich Alter und Grösse des Hundes ausschlaggebend.

Welpen 

  • bis zum 4. Monat - 4 Mahlzeiten am Tag
  • bis zum 6. Monat - 3 Mahlzeiten am Tag
  • bis zum 1. Jahr - 2 bis 3 Mahlzeiten am Tag

Erwachsene Hunde
Hier gehen die Meinungen etwas auseinander. 

Die überwiegende Fachmeinung – und auch der Tierschutzbund – empfiehlt generell eine zweimalige Fütterung, da bei zwei Mahlzeiten ein Abstand von rund 12 Stunden gut in den Tagesrhythmus passt.

Manche Quellen halten eine einmal tägliche Fütterung bei erwachsenen, mittelgroßen Hunden für gut verträglich – abgeleitet aus dem natürlichen Jagdverhalten von Wildhunden und Wölfen. 

Kleine Rassen
Kleine Hunderassen sollten zweimal täglich gefüttert werden – bei einer großen Portion pro Tag neigen sie eher zu Erbrechen, Magenverstimmung und Verdauungsproblemen.

Senioren - alte Hunde
Ältere Hunde profitieren oft von 3–4 kleinen Mahlzeiten, was den Verdauungstrakt entlastet und den Blutzuckerspiegel stabilisiert. 

Free Feeding (dauerhaft Futter bereitstellen)
Davon wird generell abgeraten: Die Futtermenge lässt sich so schlecht kontrollieren, manche Hunde fressen zu viel oder zu wenig.

So wie wir Menschen von guter Ernährung profitieren, ist auch für unseren Hund die Qualität des Futters entscheidend für ein langes, gesundes Leben. Es gilt viele verschiedene Aspekte zu beachten und den Hund im Auge zu behalten, wie er auf die Fütterung reagiert.

Was ist für den Hund giftig und darf er auf keinen Fall essen?

Weintrauben, Rosinen, Zwiebeln, Knoblauch, Xylit, Schokolade, rohes Schweinefleisch, Avocados, Macadamia-Nüsse, Alkohol, Koffein und rohe Nachtschattengewächse sind für Hunde hochgiftig und können lebensbedrohlich sein !!!


Quellen für diesen Ratgeber 

https://focus-tierarzt.de/magazin/die-richtige-ernaehrung-fuer-den-hund-0

https://tierheim.de/hunderatgeber-artgerechte-hundernaerung/

https://www.dr-susanne-weyrauch.de/vorschlaege/vorschlaege-hund/grundsaetzliches-zur-fuetterung

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