Aufmerksamkeit als Grundlage für ein gutes Miteinander
Diese Übung kannst du immer und eigentlich überall kurz mit deinem Hund, wie ein Spiel, durchführen.
Aufmerksamkeit ist der erste und wichtigste Baustein jeder Zusammenarbeit zwischen Mensch und Hund – ohne sie ist kein Training und keine echte Kommunikation möglich.
Ein einfaches, aber wirkungsvolles Beispiel dafür ist der Blickkontakt.
Sobald dein Hund dich von sich aus in anschaut – egal ob er sitzt, liegt, geht oder steht, und sei es nur für den Bruchteil einer Sekunde – wird dieses Verhalten sofort belohnt. Kein Kommando, kein Locken, keine Aufforderung. Der Hund entscheidet sich selbst dafür, dir seine Aufmerksamkeit zu schenken, und genau das wird bestärkt.
Für den Hund ist diese Übung dabei auch ein Spiel
Er merkt schnell, dass sich der Blick zu dir lohnt, und beginnt mit Freude und Neugier, diesen Moment selbst herbeizuführen.
Mit der Zeit lernt der Hund: Es lohnt sich, den Menschen zu beobachten. Aufmerksamkeit wird zur Gewohnheit – und damit zur Basis für alles Weitere.
Ist dieser Blickkontakt gefestigt, kann er über ein Kommando wie „Schau“ oder „Look“ fixiert werden. So wird aus dem spontanen Blick ein gezieltes, abrufbares Signal – und die Aufmerksamkeit deines Hundes steht dir nun auf Wunsch jederzeit zur Verfügung.
Genau hier zeigt sich später der eigentliche Nutzen der Übung: Im Alltag begegnen Hund und Halter vielen Ablenkungen – vorbeifahrende Radfahrer, andere Hunde, plötzliche Geräusche oder spannende Gerüche. In solchen Momenten kann das Signal „Schau“ gezielt eingesetzt werden, um die Aufmerksamkeit des Hundes von der Ablenkung weg und zurück zum Halter zu lenken. Was als kleines Spiel begonnen hat, wird so zu einem wertvollen Werkzeug, um auch in schwierigen Situationen die Kontrolle und Verbindung zum Hund zu behalten.
Ohne Aufmerksamkeit kein Einwirken.
Quellen zu diesem Ratgeber
https://mentoringpool.ch/blickkontakt-hund-trainieren/
https://www.zooroyal.at/magazin/hunde/erziehung/signale-trainieren/schau/
